TIPPS FÜR IHRE BEWERBUNG UND DAS VERHALTEN IM BETRIEB

Gutes Benehmen kommt an

Im Folgenden finden Sie einige Tipps für Ihre Bewerbung und das Verhalten im Betrieb.

Tipps für Online-Bewerbungen

Stellenangebote finden Sie natürlich nicht nur in der Zeitung, sondern auch im Internet. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Netz bietet die Möglichkeit, bequem von zu Hause aus 24 Stunden täglich, 365 Tage im Jahr, nationale und internationale Stellen- und auch Praktikumsangebote in dem von Ihnen angestrebten Bereich abzurufen. Das Internet erlaubt Ihnen, via E-Mail direkt mit Ihrem potenziellen Arbeitgeber in Kontakt zu treten. Oft besteht sogar die Möglichkeit, sich mit Hilfe aufrufbarer Bewerbungsunterlagen gleich bei der entsprechenden Firma oder Institution zu bewerben. Und: immer mehr Unternehmen ziehen eine online-Bewerbung der klassischen “Papier-Methode” vor.

Wenn Sie sich online per E-Mail bewerben, sollten Sie Folgendes bedenken:

 

Das Vorstellungsgespräch - so läuft´s

Die meisten Vorstellungsgespräche laufen vor allem bei größeren Unternehmen nach einem ganz bestimmten Muster ab. Sie können daher davon ausgehen, dass die nachfolgenden Themen und Fragen auf Sie zukommen werden:

Begrüßung und Einleitung des Gesprächs

Dies ist der Moment, in dem der berühmt-berüchtigte erste Eindruck geprägt wird. Versuchen Sie, gelassen zu wirken und einigermaßen selbstsicher zu erscheinen.

Motive der Bewerbung und Leistungsmotivation

Typische Fragen sind:

Ihr Gegenüber testet, wie fundiert Motivation und Interesse sind. Ist dieser Arbeitsplatz erste Wahl oder nur Kompromiss bzw. sogar Notlösung? Legen Sie sich vorher eine plausible Argumentation zurecht. Beklagen Sie sich aber auf keinen Fall über Ihren jetzigen Arbeitgeber!

Ausbildung und beruflicher Werdegang

Typische Fragen sind:

Planung oder war alles nur Zufall? Ist ein roter Faden bei Ihren Motiven für Arbeitsplatz- und Positionswechsel erkennbar? Überlegen Sie sich vorher, was und wie Sie antworten und welches Bild Sie dabei von sich erzeugen. Tipp: beten Sie nicht einfach Ihren Lebenslauf runter. Das langweilt auch hartgesottene Personalchefs. Erzählen Sie statt dessen eine spannende Geschichte. Hier kommt es nicht unbedingt auf Vollständigkeit an.

Persönlicher, familiärer und sozialer Hintergrund

Typische Fragen sind:

Das ist ein Test nach dem Motto: "Zeige mir dein Umfeld, und sich sage dir, wer du bist". Seien Sie sich darüber im Klaren, dass Sie eine relativ konfliktfreie, weitgehend problemlose heile Welt präsentieren müssen. Sie sind nicht zur Wahrheit verpflichtet - und zwar dann nicht, wenn Ihr Gegenüber sogenannte unzulässige Fragen stellt. Das sind Fragen nach der politischen Meinung, Privatplänen, z.B. Heirat. Erlaubt sind auch keine Fragen nach Vorstrafen, laufenden Ermittlungsverfahren sowie Parteizugehörigkeit.

Gesundheitszustand

Typische Fragen sind:

Ihr Gegenüber testet, ob Sie ein gesunder, im Berufsleben einsatzfähiger Mensch sind oder ob mit Fehlzeiten zu rechnen ist. Der Arbeitgeber darf sich nur nach aktuellen Erkrankungen erkundigen, die die berufliche Leistungsfähigkeit einschränken. Bagatellerkrankungen, auch ein kleiner Heuschnupfen gehen ihn nichts an.

Berufliche Kompetenz und Eignung

Typische Fragen sind:

Es geht darum zu prüfen, wie Ihr aktueller Wissensstand ist. Können Sie kompetent mitreden, einschätzen, beurteilen? Und es ist ein Test zur Selbsteinschätzung. Eine Kurzzusammen- fassung der Argumente, die für Sie sprechen und höchstens ein, zwei harmlose dagegen, sind jetzt gefordert.

Informationen für den Bewerber/die Bewerberin

Jetzt wird Ihr Gegenüber berichten, wie es bei ihm in der Firma/Institution zugeht. Das ist eine wichtige Gesprächsphase, in der es vor allem auf Ihre Zuhörfähigkeit ankommt, d.h., zeigen Sie sich interessiert, fragen Sie nach, nicken Sie zustimmend.

Arbeitskonditionen

Hier werden grob die Rahmenbedingungen abgeklärt, wie Aufgabengebiet, Arbeitszeit, Probezeit, Kündigungsfristen, Sonderzahlungen etc. Detailliert besprochen werden diese Aspekte aber erst, wenn man wirklich in die absolut engere Wahl gekommen ist, also beim zweiten Vorstellungsgespräch.

Fragen des Bewerbers/der Bewerberin

Im Vorstellungsgespräch können bzw. sollten Sie sogar selbst Fragen stellen. Damit unterstreichen Sie Ihr Interesse. Aber bitte fragen Sie nicht als erstes nach dem 13. Monatsgehalt oder wann Sie Urlaub haben können.

Mögliche Fragen sind:

Abschluss des Gesprächs und Verabschiedung

Fragen Sie, ab wann Sie mit einer Nachricht etwa rechnen können bzw. ob und wann Sie sich melden dürfen

 

Nie mehr sprachlos : mögliche Antworten auf „fiese“ Fragen

Frage:

Welches sind ihre größten Schwächen?

Antwort:

Ich kann nur ganz schwer mit Lob umgehen. Das gilt besonders, wenn mich mein Chef vor den versammelten Kollegen lobt.

Frage:

Sind sie nicht etwas zu alt / zu jung für diesen Job?

Mögliche Antwort:

Welche Erfahrungen haben sie denn bisher mit Mitarbeitern in meinem Alter gemacht?

Frage:

Was reizt Sie daran, bei uns zu arbeiten?

Mögliche Antwort:

Ich finde die Aufgabenstellung, die Sie vorhin skizziert haben, sehr interessant. Dabei könnte ich mithelfen...mich einsetzen...mich stark machen...

Frage:

Warum wurden sie bei ihrem letzten Arbeitgeber trotz des guten Zeugnisses nicht weiter beschäftigt?

Mögliche Antwort:

Die Begründung finden Sie ebenfalls im Zeugnis. Dort heißt es “betriebsbedingt”.

Frage:

Was würde Ihr Vorgesetzter als ihre beste Eigenschaft nennen?

Mögliche Antwort:

Mein Chef sagt immer, dass er sich voll und ganz auf mich verlassen kann.

Frage:

Wo sehen sie sich in 5 Jahren in unserem Unternehmen?

Mögliche Antwort:

Ich sehe mich wieder hier, um mit Ihnen über eine (weitere) Gehaltserhöhung zu sprechen.

 

Knigge im Geschäftsleben: der erste Arbeitstag

Sie treten einen neuen Job an? Dann sollten Sie gewisse Grundregeln beachten, um bei Kollegen und Vorgesetzten nicht gleich ins erste und nächst gelegene Fettnäpfchen zu treten. Bedenken Sie, dass Sie als “Neue(r)” sehr genau von den Kollegen und Vorgesetzten beobachtet werden.

Job-Knigge: die Begrüßung

Begegnungen mit Kollegen, Vorgesetzten und Geschäftspartnern finden an den unterschiedlichsten Orten und zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten statt. Eigentlich kann man dabei nur einen Fehler machen: gar nichts sagen und wortlos aneinander vorbeigehen. Die Grundregeln für Begegnungen auf dem Flur, in der Stadt oder auch auf dem Klo lauten:

Regel 1

Herren stehen bei der Begrüßung auf, Damen dürfen sitzen bleiben.

Regel 2

Lächeln Sie bei der Begrüßung. Das lockert die Atmosphäre spürbar auf.

Regel 3 (Reihenfolge):

Was Sie nicht tun sollten:

Reichen Sie niemals jemandem auf der Toilette oder im Waschraum die Hand! Ein Kopfnicken oder ein freundliches „Guten Tag“ sind diskreter und reichen völlig aus.

Die richtige Grußformel

Das „Mahlzeit“ ist völlig out! Auch zwischen Frühstück und Kaffeezeit oder wenn es in die Kantine geht. Besser: „Guten Morgen, Tag, Abend“ (je nach Tageszeit) oder, wenn das Betriebsklima es erlaubt ein „Hallo“. Regional typische Grußformen wie z. B. das “Moin” in einigen Regionen Norddeutschlands (nicht überall!) sind natürlich völlig in Ordnung!

Tipp: Bevor Sie anfangen sich in mühseliger Rangermittlung zu verstricken, halten Sie sich einfach an die Faustregel: Wer den anderen zuerst sieht, grüßt. Ob Sie dabei einen eher flapsigen oder steiferen Ton wählen, hängt ganz vom Verhältnis zur jeweiligen Person ab. Nur eines geht auf keinen Fall: gar nicht grüßen!

Job-Knigge: sich und andere richtig vorstellen

Beim Vorstellen gibt es feste Regeln, die Sie unbedingt berücksichtigen sollten. Die Rangstufe bei der Vorstellung richtet sich in erster Linie nach der beruflichen Hierarchie. Gäste und Kunden sind aber immer die Ranghöheren. Darüber hinaus gilt wie im Privatleben: Ältere kommen vor Jüngeren, Damen vor Herren.

Heute ist es kein Problem mehr, sich selbst vorzustellen (Beispiel: „Guten Tag, ich bin...“). Wenn Sie einen akademischen Titel haben, nennen Sie ihn beim Vorstellen besser nicht – das wirkt nämlich ziemlich eitel! Hier ist eher Understatement angesagt!

Tipp: wenn Sie in Ihrem Job häufiger in die Situation kommen, dass Sie sich und andere vorstellen müssen, üben Sie das mit Kollegen oder zu Hause. Eine gekonnte und routinierte Vorstellung macht einen guten Eindruck, eine eher hölzerne Vorstellung wirkt eher peinlich und kann gerade von Geschäftspartnern (eher unbewusst) auch als Schwäche ausgelegt werden.

Job-Knigge: die richtige Anrede

Auch wenn's schwer fällt: Hat der Angesprochene einen Doppelnamen, sprechen Sie ihn immer in voller Länge aus. Ausnahme: Der Namensträger bietet ihnen eine Kurzvariante an.

Trägt der Angesprochene einen akademischen Grad, so sprechen Sie ihn mit diesem Titel an. Bei mehreren Titeln gilt der höchste (Beispiel: Frau Prof. Dr. Müller ist Frau Professor Müller). Bei Herren reicht ein „Dr. Müller“. Das „Herr“ können Sie weglassen. Einen Adligen grüßen Sie mit „Guten Tag, Baron (oder Graf) Greifenklau“. Auch hier fällt das „Herr“ weg.

Händeschütteln?!

Job-Knigge: das Geschäftsessen

Arbeitsessen sind ein wichtiges Instrument im Geschäftsleben. Ob Sie Kontakte vertiefen, Geschäftsabschlüsse feiern oder zu neuen Projekten motivieren wollen: Beim Geschäftsessen geht es nie nur um die reine Nahrungsaufnahme.

Sich als Gastgeber vor dem Termin ein erprobtes Restaurant auszusuchen und einen Tisch zu reservieren, ist selbstverständlich. Trifft man sich mit den Geschäftspartnern vor dem Restaurant, öffnet man ihnen die Tür, geht aber im Lokal voran. Besser ist es, sich drinnen zu verabreden und vorher schon den Tisch in Augenschein genommen zu haben.

Geschäftsfrauen verhalten sich als Gastgeberin genau wie männliche Gastgeber. Damit gelten sie auch nicht mehr wie sonst im gesellschaftlichen Umfeld per se als ranghöher. Völlig überkommen sind Regeln wie solche, dass Frauen nicht bezahlen, Geschäftspartnern nicht die Tür öffnen sollen oder eine extra »Damenkarte« erhalten, auf denen keine Preise vermerkt sind.

Vorstellen: Wer gibt die Hand?

Beim Geschäftsessen treffen einander unbekannte Menschen aufeinander - also muss vorgestellt werden. Ob es dabei zum Handschlag kommt, entscheidet allein die ranghöhere Person. Im Geschäftlichen ist das immer diejenige, die in der Betriebshierarchie höher steht. Bei Gleichrangigkeit gibt das Alter den Ausschlag.

Stellt eine dritte Person Geschäftspartner vor, gibt erneut der berufliche Rang den Ausschlag: Der Ranghöhere erfährt zuerst, wen er vor sich hat. Häufig gelten aber Gäste und Kunden prinzipiell als ranghöher - und gegenüber Geschäftspartnern aus dem Ausland ist es ohnehin eine höfliche Geste, diese den Inländern vorzustellen.

Wer zu einer Gruppe dazu stößt, stellt sich am besten selbst vor, dabei nennt man Vor- und Nachnamen und zwecks besserer Einordnung am besten auch die Aufgaben, die man im Unternehmen erfüllt.

Platz nehmen: Welcher Stuhl für wen?

Eingeladene Geschäftspartner bekommen die besten Plätze - also die, bei denen der Gast in den Raum blicken kann. Dabei wählen die Gäste selbst, wohin sie sich setzen, und nehmen zuerst Platz. Achtung: Ein gastgebender Vorgesetzter wartet, bis seine Mitarbeiter Platz genommen haben. Sind Männer und Frauen in der Runde, setzen sich diese möglichst abwechselnd nebeneinander. Herren finden ihre Tischdame übrigens immer rechts. Wer es ganz traditionell hält, schiebt dieser den Stuhl beim Platz nehmen zu recht und erhebt sich, wenn “sie” während des Essens aufsteht.

Auswahl des Essens

Geht es an die Auswahl des Essens, bestellt jeder Gast für sich. Gastgeber oder Gastgeberin können aber Vorschläge machen auch, um das ungefähre Preisniveau zu signalisieren. Sie bestellen als letzte, sind aber sonst die ersten: Wenn es um den Probierschluck beim Wein und das Signal zum Essensbeginn und -ende geht.

Um Verzögerungen zu vermeiden, sollten alle Gäste gleich viele Gänge bestellen. Wer bei einem kurzen Arbeitsessen ein mehrgängiges Menü bestellt, kann sich nämlich schnell den Zorn seiner Gastgeber oder Gäste zuziehen.

Serviette, Gedeck und Co

Bei einem kleinen Arbeitsessen am Mittag in einem durchschnittlichen Restaurant erwartet Sie nicht zwangsläufig das große Gedeck, aber irgendwann wird das der Fall sein. Nur keine Bange: Im Grunde ist es ganz einfach. Beim Besteck arbeitet man sich von außen nach innen vor, nimmt also für jeden Gang Messer und Gabel neu. Dessertlöffel liegen über dem Teller, der Brotteller steht immer links vom eigenen Gedeck. Einmal aufgenommen, sollte das Besteck nicht mehr das Tischtuch berühren. Wenn Sie es während des Essens ablegen wollen: immer auf den Teller damit.

Gibt es zu jedem Gang ein anderes Getränk, benutzt man die Gläser von rechts nach links. Das Wasserglas steht dabei ganz rechts außen. Langstielige Gläser sind immer am Stiel anzufassen. Apropos Gläser: Bevor Sie etwas trinken, tupfen Sie sich den Mund mit der Serviette ab, die Sie auf Ihren Knien platziert haben.

Brot zu zerschneiden oder gar im Ganzen mit Butter zu bestreichen, gilt in gehobenen Restaurants als Unsitte. Also besser das Brot in einzelnen Stücke brechen und mit wenig Butter bedecken. Suppenteller nicht kippen, um den Rest auszulöffeln - bei Suppentassen ist es hingegen erlaubt.

Besondere Situationen

Auch bei Geschäftsessen passieren unvorhergesehene Dinge - und darauf müssen Sie angemessen reagieren, schließlich repräsentieren Sie nicht nur sich selbst. Unangenehm ist es, zu spät beim Essen einzutreffen: Entschuldigen Sie sich beim Gastgeber und Ihren Tischnachbarn. Falls möglich, rufen Sie vorher an und teilen Sie Ihre Verspätung mit. Für kritische und peinliche Momente immer die Grundregel beherzigen: Nie als unbeteiligter Dritter ins Geschehen eingreifen.

Hummer und anderes “Bastelessen”

Als schwieriges Essen gelten gemeinhin Fisch, Geflügel und Meeresfrüchte. Wenn jeder sein Essen selbst bestellt, ist es natürlich leicht, diese Fallen zu umgehen. Was aber, wenn am Tisch alle das gleiche bekommen und Sie mit dem Essen buchstäblich nicht umzugehen wissen? Dann ist es durchaus legitim, die Bedienung zu bitten, die Forelle zu filetieren oder die Hummerscheren zu knacken. Gerade Hummer wird aber meistens schon in der Küche so angerichtet, dass die Hummerzange überflüssig wird. Dann müssen Sie das Fleisch nur noch mit der Hummergabel aus Beinchen und Scheren ziehen - und aus dem halbierten Panzer mit dem normalen Besteck.

Meeresfrüchte

Schlürfen erlaubt, heißt es bei Austern. Mit einer speziellen Austerngabel wird das Fleisch vorsichtig von der Schale gelöst und nach Belieben mit Zitrone, Pfeffer oder Salz gewürzt. Dann die Austernschale an den Mund setzen - und schlürfen. Mitsamt dem Meerwasser. Muscheln isst man mit Muscheln: Hat man die erste mit einer Gabel gegessen, dient danach deren Schale als Zange für die weiteren Muscheln. Der beigestellte Zitronensaft ist übrigens zum Säubern der Finger und kein Dressing.

Geflügel, Spaghetti und Kartoffeln

Geflügel wie Hähnchen oder Wachteln isst man mit Messer und Gabel, dabei empfiehlt es sich, zuerst die Extremitäten und dann den Körper zu verzehren.

Spaghetti kommen mit dem Messer niemals in Berührung: Gerollt statt geschnitten ist die Devise. Könner schaffen es, Spaghetti an der Kante des Tellers nur mit der Gabel zu aufzurollen, alle anderen dürfen auch den Löffel zur Hand nehmen, bevor die Aktion peinlich wird.

Wer denkt, Kartoffeln seien eine leicht zu meisternde Speise, liegt falsch. Denn auch heute schneidet man sie nicht durch, sondern bricht mit der Gabel kleine Stückchen ab. Nicht gern gesehen ist weiterhin das Zerquetschen der gesamten Kartoffel wie überhaupt jegliches Zusammenrühren von Speisen zu einem Brei. Also lieber lassen!

Alkohol

Wenn Ihre Geschäftspartner Alkohol bestellen und vielleicht auch das ein oder andere Glas mehr trinken, als Sie vertragen, müssen Sie sich nicht unter Druck gesetzt fühlen. Bleiben Sie bei Ihrem einen Glas Wein oder auch Wasser. Heute gilt es absolut nicht mehr als unhöflich, ganz auf alkoholische Getränke zu verzichten - auch wenn Sie die Gäste selbst dazu einladen möchten.

Rauchen

Während des Essens ist Rauchen ein absolutes Tabu, es sei denn, alle am Tisch sind Raucher und wissen voneinander, dass sie zwischen den Gängen rauchen. Ansonsten ist die erste Zigarette erst nach dem Dessert angebracht. Die anderen Gäste müssen vorher unbedingt gefragt werden, ob der Rauch sie nicht stört.

Missgeschicke

Fallen Ihnen Serviette oder Besteck herunter, suchen Sie nicht danach auf dem Boden, sondern bitten den Ober um ein neues. Sie haben Ihr Rotweinglas umgestoßen und der Inhalt ergießt sich gerade über die Tischdecke? Eine Entschuldigung zu Ihrem Tischnachbarn und, wenn der Kellner nicht sofort reagiert, Ihre Serviette auf der Lache, genügen. Unangenehmer ist es, wenn der Wein auf die Hose des Geschäftspartners läuft: Bieten Sie Ihre Serviette als erste Schadensbegrenzung an, rubbeln Sie aber nicht selbst auf Fleck und Kleidung herum! Eine sofortige Entschuldigung versteht sich von selbst, angebracht ist das Angebot, für die Reinigung aufzukommen und eine schriftliche Entschuldigung am nächsten Tag.

Verletzende oder ungeschickte Äußerungen während eines Geschäftsessens sollten natürlich gar nicht erst vorkommen. Ist Ihnen doch ein Fauxpas unterlaufen, bereden Sie die Sache nicht groß am Tisch, sondern klären Sie sie hinterher im Vier-Augengespräch.

Umgang mit dem Service-Personal

Sie können noch so charmant und souverän mit Ihren Geschäftspartner umgehen: eine “blöde” Bemerkung, zum “lahmen Servicemitarbeiter, dem man beim Laufen die Schuhe besohlen könnte” und Sie haben verloren. Denn in solchen Situationen zeigen Sie ihr wahres Gesicht!

Und wenn Ihnen ein Kellner eine ganze Karaffe Rotwein über den teuren Anzug kippt: Ruhe bewahren und Größe zeigen. Sagen Sie was nettes zu ihm, denn ihm ist die Situation sicher wesentlich peinlicher als Ihnen (z.B. “Ist mir auch mal passiert als ich während des Studium gekellnert habe”). Dass ein gutes Restaurant in solchen Fällen die Reinigungskosten übernimmt ist selbstverständlich und muss nicht im Beisein Ihrer Gäste ausdiskutiert werden!

Quelle: http://www.bankmitarbeiter.de/html/job.html (überarbeitet von Wn)