OSZ Wirtschaft und Sozialversicherung

Fach: Rechnungswesen Grundkurs 13; 1. Semester /Wn

 

LA 2: Teilkostenrechnung

LE 2: Teilkostenrechnung in Mehrproduktunternehmen

          Übg. Aufgaben zur optimalen Produktionsplanung

 

 

Aufgabe 1:

In einer Möbelfabrik werden vier verschiedene Formen von Wohnzimmertischen (A, B, C, D) hergestellt. Für den Monat November liefert die KLR folgende Zahlen:

 

Wohnzimmertische

A

B

C

D

Nettoverkaufserlöse je Stück

1.080,00 €

940,00 €

510,00 €

280,00 €

variable Stückkosten

720,00 €

690,00 €

370,00 €

115,00 €

absetzbare Stückzahlen

700 Stück

220 Stück

320 Stück

200 Stück

Zeitbedarf je Stück in der Engpassstufe

30 Minuten

12 Minuten

15 Minuten

20 Minuten

Fertigungsstd. insgesamt

360 Stunden in der Engpassstufe

Fixe Gesamtkosten

279.900,00 €

 

Aufgaben:

1.      Berechnen Sie den relativen Deckungsbeitrag!

2.      Berechnen Sie das optimale Produktionsprogramm!

3.      Wie viel € beträgt der Betriebsgewinn im Monat November, wenn die gesamten Fixkosten 279.900,00 € ausmachen?

 

Aufgabe 2:

Ein Industrieunternehmen stellt drei Produkte (A, B und C) her. Der Produktionsplan für die 24. Woche enthält folgende Daten:

 

Produktart

geplante Stückzahl

Stückzeit in Minuten

variable Stückkosten je Stück

Nettoverkaufserlös

A

240

30

40,00 €

56,00 €

B

120

40

64,00 €

90,00 €

C

50

48

84,00 €

120,00 €

 

Die Fixkosten betragen wöchentlich insgesamt 6 100,00 €. In der Montageabteilung, die die Engpassstufe darstellt, stehen pro Woche 240 Arbeitsstunden zur Verfügung.

 

Aufgaben:

1.      Ermitteln Sie den absoluten Deckungsbeitrag je Stück und insgesamt für jede Produktart und ermitteln Sie den Betriebsgewinn!

Für die 25. Woche ist folgendes Produktionsprogramm vorgesehen: A 120 Stück, B 30 Stück, C 200 Stück.

Vor Beginn der Produktion fragt ein Kunde an, ob 200 Stück von dem Sondermodell D zum Stückpreis von 60,00 € kurzfristig geliefert werden können. Die variablen Stückkosten betragen hierfür 46,00 € und die Stückzeit beträgt 24 Minuten. Die Produktion des Sondermodells muss in der 25. Woche durchgeführt werden.

2.      Ermitteln Sie, ob das Industrieunternehmen diesen Auftrag annehmen soll (rechnerischer Nachweis)!

3.      Erstellen Sie, sofern der Auftrag angenommen wird, das neue Produktionsprogramm für die 25. Woche!

 

Aufgabe 3:

In einem Betrieb weist die kurzfristige Erfolgsrechnung des Vormonats folgende Daten aus:

 

 

Gesamt

Produkt A

Produkt B

Produkt C

Nettoverkaufserlöse

2.362.000,00

780.000,00

936.000,00

646.000,00

variable Kosten

1.197.200,00

468.000,00

312.000,00

417.200,00

Deckungsbeitrag

1.164.800,00

312.000,00

624.000,00

228.800,00

fixe Kosten

910.000,00

 

 

 

Betriebsgewinn

254.800,00

 

 

 

hergestellte Stückzahl

 

1560

2080

1040

Fertigungszeit pro Stück

 

25 Min.

30 Min.

15 Min.

Verfügbare Kapazität:

2.600 Stunden

 

 

 

 

Aufgaben:

1.      Wie viel Prozent betrug die freie Kapazität?

2.      Ermitteln Sie den Deckungsbeitrag je Erzeugnis und Produktionsstunde und geben Sie die Reihenfolge der Förderungswürdigkeit der Produkte an:

2.1 bei freier Kapazität und

2.2 bei einer Engpasssituation!

3.      Wie viel € beträgt das Betriebsergebnis bei einer Kapazitätsausnutzung von
1 170 Stunden und einer entsprechenden Programmbereinigung, wobei die bisherigen Stückzahlen nicht erhöht werden können?

4.      Wie viel € beträgt das Betriebsergebnis bei einer Kapazitätsausnutzung von
1 690 Stunden?

5.      Wie viel € beträgt das Betriebsergebnis bei einer Kapazitätsauslastung von
90 %, wenn das Produkt mit dem höchsten relativen Deckungsbeitrag zusätzlich hergestellt würde? Berücksichtigen Sie zur Lösung das Ergebnis von 1.

 

Aufgabe 4:

Eine Schokoladenfabrik stellt vier Sorten Schokolade her (A, B, C, D). Für alle vier Sorten wird u. a. Kakao benötigt, der jedoch aufgrund von Ernteausfällen nur in beschränktem Umfang bezogen werden kann. Die Einkaufsabteilung erhielt insgesamt 960 kg Kakao zu 36,00 €/kg. Im vergangenen Quartal konnten von jeder Schokoladensorte 30.000 Tafeln zu je 100 g abgesetzt werden.

 

Die folgende Tabelle enthält (je 100-g-Tafel) die benötigte Menge Kakaobutter (in Gramm), die Summe der übrigen variablen Kosten und die Nettoverkaufspreise:

 

Sorte

Menge Kakao

übrige variable Kosten

Nettoverkaufspreis

A

30 g

1,20 €

2,82 €

B

20 g

1,44 €

2,76 €

C

5 g

1,80 €

2,10 €

D

10 g

1,08 €

1,92 €

Aufgaben:

1.      Berechnen Sie die gesamten variablen Kosten je 100-g-Tafel!

2.      Wie viel € beträgt der Deckungsbeitrag je 100-g-Tafel?

3.      Wie viel € beträgt der Deckungsbeitrag je Engpasseinheit?

4.      Stellen Sie das gewinnoptimale Produktionsprogramm auf!

 

 

Aufgabe 5:

Die Herzog GmbH hat ihre Produktpalette um das Steckspiel mit dem Markennamen „Stick" erweitert. Das Produkt „Stick" wird als Standardkasten vertrieben. Im vergangenen Geschäftsjahr verkaufte die Herzog GmbH ausschließlich im Inland über den Fachhandel 56.000 Kästen mit einem durchschnittlichen Nettoerlös von 25,00 € je Stück. .

In einer Sitzung der Geschäftsleitung behauptet der Leiter des Rechnungswesens, dass „Stick" ein Flop' sei; die anderen Produkte müssten „Stick" mitfinanzieren. Zum Beweis seiner Aussage legt er folgende Kostenanalyse aus dem vergangenen Geschäftsjahr vor:

 

Gesamte proportional-variable Kosten für „Stick"

812.000,00 €

Fixe Kosten der Produktions- und Verpackungsmaschinen, die ausschließlich dem Produkt „Stick" zuzuordnen sind:

388.000,00 €

Von den Fixkosten des Unternehmens wurden im Rahmen der Vollkostenrechnung auf das Produkt „Stick" verteilt:

700.000,00 €

 

Aufgaben:

1.      War es falsch, „Stick" in das Produktionsprogramm aufzunehmen? Begründen Sie Ihre Auffassung und belegen Sie diese rechnerisch!

2.      Welche Argumente könnten unabhängig von Kostengesichtspunkten dagegen sprechen, das Produkt „Stick" aus dem Produktionsprogramm zu nehmen?

3.      Im Exportbereich ließe sich ein zusätzlicher Absatz von 22 000 Kästen „Stick" pro Jahr bei einem Nettoerlös von 18,50 € pro Stück erzielen.

1.      Sollte die Herzog GmbH unter dem Gesichtspunkt der Gewinnmaximierung diese Strategie der Preisdifferenzierung realisieren?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

C:\Eigene Dateien\RECHNUNGSWESEN\Kursphase 13\3. Semester\LA 2 Teilkostenrechnung\LE 2 Teilkostenrechnung am Beispiel der Deckungsbeitragsrechnung im Mehrproduktunternehmen\Übg Aufgaben zur opt. Produktionsplanung.doc Erstelldatum 09.11.2005 12:32:00